Bausachverständiger Kosten

Die Inanspruchnahme eines Bausachverständigen ist eine wichtige Investition, die zur Qualitätssicherung und Risikominimierung bei Bauprojekten beiträgt. Die Kosten für solche Fachleistungen können jedoch beträchtlich variieren und hängen von einer Reihe von Faktoren ab, darunter die Qualifikation des Sachverständigen, die Art und der Umfang des Projekts sowie die regionale Lage des Objekts.

In diesem Artikel werden die verschiedenen Aspekte beleuchtet, die die Honorare von Bausachverständigen beeinflussen, sowie Möglichkeiten, diese Kosten durch staatliche Förderungen und geschickte Verhandlungsführung zu optimieren.

Inhalt der Seite

Kurz & Kompakt: Zusammenfassung

  • Rolle der Bausachverständigen in der Qualitätssicherung: Die Beauftragung eines Bausachverständigen dient der Qualitätssicherung des Bauvorhabens.

  • Kostenvariationen bei Bausachverständigen: Bei den Kosten für den Bausachverständigen handelt es sich um eine variable Größe. Diese ergibt sich aus der Qualifikation, den projektbezogenen Anforderungen und den erbrachten Leistungen.

  • Preisgestaltung von Bausachverständigen: Der Stundenpreis eines Bausachverständigen liegt, je nach Qualifikation, bei bis zu 200,- Euro. Hinzu kommen Spesen sowie die Kosten für das Gutachten.

  • Öffentliche Unterstützung für Bausachverständigenleistungen: Es stehen staatliche Förderungen für Bausachverständigenleistungen zur Verfügung. So zum Beispiel Darlehen, Zuschüsse oder auch Steuervorteile.

Kostenfaktoren für die Dienstleistungen eines Bausachverständigen

Die Kosten für die Dienstleistungen eines Bausachverständigen können je nach verschiedenen Faktoren, einschließlich der Honorarstruktur und zusätzlichen Services, erheblich variieren.

Übliche Honorarstrukturen und Preisspannen für Bausachverständige

  • Festpreis: Diese Option ist bei klar definierten Projekten beliebt, bei denen wenig Raum für unvorhergesehene Änderungen besteht.

  • Stundenhonorar: Diese Honorarstruktur wird häufig bei Projekten gewählt, deren Umfang schwer im Voraus zu bestimmen ist. Das Stundenhonorar variiert typischerweise zwischen 60 und 150 Euro pro Stunde, abhängig von der Region und der Qualifikation des Bausachverständigen.

  • Pauschalhonorar: Bei dieser Struktur werden alle zu erbringenden Leistungen und deren Gesamtkosten im Voraus festgelegt.

Zusätzliche Services können die Kosten ebenso beeinflussen, wie die Basisdienstleistungen

  • Erstberatung: Oft wird eine erste Beratung angeboten, um die Anforderungen des Projekts zu erörtern und den Rahmen für weitere Dienstleistungen zu setzen.

  • Baubegleitung: Die fortlaufende Begleitung und Überprüfung der Baumaßnahmen kann sicherstellen, dass alle Arbeiten gemäß den technischen Spezifikationen durchgeführt werden.

  • Gutachtenerstellung: Diese beinhaltet detaillierte Analysen und wird oft nach Abschluss des Bauvorhabens oder bei spezifischen Problemen benötigt.

  • Reise- und Nebenkosten: Diese fallen an, wenn der Bausachverständige zu entfernteren Standorten reisen muss, was besonders bei großen oder mehreren Baustellen ins Gewicht fallen kann.

Einflussfaktoren auf die Kosten von Bausachverständigen

Verschiedene Aspekte des Bauprojekts selbst können die Kosten für die Dienste eines Bausachverständigen wesentlich beeinflussen. Hier sind einige der wichtigsten Faktoren:

  • Größe und Umfang des Bauprojekts als entscheidende Kostenfaktoren: Die Größe und der Umfang des Bauprojekts sind direkt proportional zu den Kosten für einen Bausachverständigen. Große Projekte erfordern oft eine kontinuierliche Präsenz des Sachverständigen, was die Kosten erhöht.

  • Komplexität der Bauvorhaben und erforderliche Expertise des Sachverständigen: Spezialgebiete wie historische Renovierungen oder umweltfreundliches Bauen können beispielsweise höhere Honorare nach sich ziehen, da sie spezielle Kenntnisse und Erfahrungen erfordern.

  • Geografische Lage und regionale Preisschwankungen bei Bausachverständigenleistungen: In Großstädten oder Ballungsgebieten, wo die Nachfrage nach qualifizierten Bausachverständigen höher ist, können die Preise wesentlich höher sein als in ländlichen Gebieten. Auch regionale Wirtschaftsfaktoren und das lokale Preisniveau für baurelevante Dienstleistungen beeinflussen die Honorare.

Bedeutung der Bausachverständigenleistungen beim Hausbau

Die Beauftragung eines Bausachverständigen ist entscheidend für den Hausbau und die Sanierung. Ein qualifizierter Sachverständiger kann Baumängel frühzeitig erkennen und somit teure Nachbesserungen verhindern. Besonders wichtig sind umfassende Gutachten, die nicht nur den aktuellen Zustand des Gebäudes bewerten, sondern auch eine präzise Wohnflächenberechnung beinhalten.

Bei der Hauskaufberatung hilft der Bausachverständige, potenzielle Probleme wie Schimmelbefall zu identifizieren. Dies schützt vor unerwarteten Kosten und stellt sicher, dass die Wohnung oder das Haus in gutem Zustand ist. Die Kosten für diese Dienstleistungen variieren je nach Höhe des Stundenlohns.

Eine Energieberatung ist ebenfalls von großer Bedeutung. Sie unterstützt dabei, den Energieverbrauch zu optimieren und kann durch KfW-Förderungen finanziell unterstützt werden. Solche Beratungen tragen langfristig zur Wertsteigerung des Objekts bei und helfen, nachhaltige Entscheidungen zu treffen.

Für umfassende Wertgutachten und Sanierungen ist es ratsam, ein erfahrenes Bauunternehmen zu beauftragen. Bei Streitigkeiten kann der Bausachverständige auch vor Gericht aussagen, um die Interessen der Bauherren zu vertreten. Hierbei sind präzise Gutachten und klare Dokumentationen unerlässlich.

Tipp: Planen Sie frühzeitig die Abnahme des Gebäudes mit einem Bausachverständigen, um Schimmelbefall und andere Mängel zu identifizieren. Nutzen Sie die Hauskaufberatung und Wohnflächenberechnung, um genaue Daten zu erhalten und sich auf die Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmen vorzubereiten.

Aus welchen Faktoren setzen sich die Kosten für einen Bausachverständigen zusammen?

Die Kostenstruktur eines Bausachverständigen wird durch eine Vielzahl von Faktoren bestimmt, die es sowohl für Bauherren als auch für Immobilienkäufer wichtig zu verstehen gilt. Dies trägt dazu bei, eine fundierte Entscheidung beim Einsatz solcher Fachleute im Bereich Hausbau oder Kauf einer Immobilie zu treffen.

Honorarstruktur

Die Honorarstruktur eines Bausachverständigen ist ein wesentlicher Bestandteil der Kosten und variiert je nach den gebotenen Dienstleistungen sowie der Erfahrung und Qualifikation des Sachverständigen.

Festpreis

Einige Bausachverständige bieten ihre Dienstleistungen zu einem festen Preis an. Diese Option ist vorteilhaft für Kunden, die finanzielle Sicherheit schätzen und unabhängig vom Umfang der Arbeit einen klaren Überblick über die anfallenden Kosten haben möchten.

Stundenhonorar

Andere Bausachverständige berechnen ihre Dienstleistungen auf Stundenbasis, was oft bei unvorhersehbaren Projektkomplexitäten oder bei der detaillierten Analyse von Bauschäden zum Tragen kommt. Das Stundenhonorar variiert und ist abhängig von der Tiefe der erforderlichen Untersuchung sowie der Erfahrung des Baugutachters.

Pauschalhonorar

Manche Bausachverständige offerieren Pauschalpakete, die speziell für bestimmte Dienstleistungen wie die Begleitung bei der Bauabnahme oder die Erstellung eines Gutachtens zugeschnitten sind. Diese Pakete bieten oft ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind für umfangreiche Projekte im Bereich des Hausbaus oder der Renovierung einer Immobilie geeignet.

Umfang der Leistungen

Der Umfang der vom Bausachverständigen erbrachten Leistungen hat direkten Einfluss auf die Kosten. Dies umfasst nicht nur die eigentliche Beratung, sondern auch die Durchführung und Überwachung der festgelegten Maßnahmen.

  • Erstberatung: Die erste Beratung dient der Klärung der Situation und der Planung der weiteren Schritte. Sie ist besonders wichtig beim Kauf einer Immobilie, um den Zustand und mögliche Bauschäden frühzeitig zu identifizieren.

  • Baubegleitung: Diese Leistung umfasst die kontinuierliche Kontrolle der Bauausführung und die Überwachung der Baumaßnahmen. Sie ist essenziell, um sicherzustellen, dass alle Arbeiten gemäß den Bauvorschriften und Qualitätsstandards ausgeführt werden.

  • Gutachtenerstellung: Die Analyse von Baumängeln, die Bewertung von Schäden und die daraus resultierende Erstellung von Gutachten sind Kernleistungen, die spezifische Expertise und Erfahrung erfordern. Diese Dienstleistung ist besonders kritisch bei umfangreichen Renovierungsprojekten oder beim Bau einer Immobilie.

  • Bauabnahme: Die Begleitung bei der Abnahme des Bauwerks und die sorgfältige Dokumentation eventueller Mängel sind unerlässlich, um die Interessen des Bauherrn zu schützen und spätere Streitigkeiten zu vermeiden.

Reise- und Nebenkosten

Zusätzlich zu den direkten Dienstleistungskosten müssen oft auch Reise- und Nebenkosten berücksichtigt werden, die je nach Standort und Umfang des Projekts variieren können.

  • Anfahrtskosten: Je nach Entfernung zum Bauprojekt können signifikante Kosten für die An- und Abreise des Bausachverständigen entstehen. Dies ist besonders relevant bei Projekten in abgelegenen oder schwer zugänglichen Gebieten.

  • Material- und Messkosten: Die Kosten für die Nutzung spezieller Messgeräte oder Materialien, die zur gründlichen Untersuchung und Dokumentation von Immobilien oder Bauschäden benötigt werden, können ebenfalls ins Gewicht fallen. Diese sind oft notwendig, um eine detaillierte und akkurate Beurteilung der baulichen Substanz und der vorhandenen Mängel zu gewähr

Qualifikation und Erfahrung des Sachverständigen

Hochqualifizierte und erfahrene Sachverständige verfügen über ein tiefes Verständnis der bautechnischen Anforderungen und Richtlinien, das durch Jahre der Ausbildung und praktischer Erfahrung im Feld erworben wird. Hochqualifizierte Baugutachter besitzen oft spezialisierte Zertifikate und Abschlüsse, die sie in die Lage versetzen, komplexe bautechnische Probleme zu analysieren und zu lösen. Ihre Expertise ermöglicht es ihnen, präzise Gutachten zu erstellen, die nicht nur aktuelle, sondern auch potenzielle zukünftige Schäden an einem Hauses abdecken können.

Diese hohe Fachkompetenz und die Fähigkeit, umfassende Beratungen zu leisten, machen ihre Dienste besonders wertvoll, weshalb sie höhere Honorare fordern können. Ihre Aufgaben umfassen oft auch die detaillierte Bewertung von Immobilien beim Hauskauf, was zusätzliche Verantwortung und Fachwissen erfordert. Im Gegensatz dazu haben weniger erfahrene Fachleute oft nicht das gleiche Niveau an Fachwissen oder die Fähigkeiten, die zur Behandlung komplexer Fälle erforderlich sind, und setzen daher niedrigere Preise an, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Regionale Unterschiede

In städtischen Gebieten, wo die Nachfrage nach hochqualifizierten Gutachtern tendenziell höher ist, können die Honorare aufgrund des größeren Wettbewerbs und höheren Lebenshaltungskosten deutlich höher sein als in ländlichen Regionen. Zum Beispiel könnten in Großstädten wie München oder Hamburg die Kosten für einen Baugutachter wesentlich höher liegen als in kleineren Städten oder ländlichen Gebieten. Dies liegt nicht nur an den generell höheren Betriebskosten in Großstädten, sondern auch an der höheren Komplexität der Bauprojekte, die oft spezialisierte Kenntnisse erfordern.

Darüber hinaus beeinflussen regionale Marktdynamiken wie das Angebot an qualifizierten Fachkräften und die Nachfrage nach deren Dienstleistungen die Honorare. In Regionen mit einem Mangel an qualifizierten Baugutachtern können die Preise aufgrund des geringeren Wettbewerbs ebenfalls ansteigen. Auf der anderen Seite kann in Gebieten mit einem Überangebot an Fachkräften der Konkurrenzdruck zu niedrigeren Preisen führen.

Kostentransparenz und Budgetplanung beim Bauvorhaben

Notwendigkeit einer realistischen Kosteneinschätzung und Budgetplanung: Für Bauherren ist es unerlässlich, eine realistische Einschätzung aller Kosten vorzunehmen, die im Laufe eines Bauprojekts entstehen können. Dies beinhaltet Materialkosten, Arbeitslöhne und andere direkt zurechenbare Ausgaben. Eine präzise Budgetplanung basiert auf detaillierten Voranschlägen und einem Puffer für unvorhersehbare Ausgaben, um sicherzustellen, dass das Projekt nicht durch Finanzierungsprobleme ins Stocken gerät. Eine umfassende Prüfung und Begutachtung der anfallenden Kosten zu jedem Projektabschnitt helfen dabei, die finanzielle Kontrolle zu behalten und sicherzustellen, dass die Ausgaben im Rahmen der initialen Budgetierung bleiben.

Einbeziehung der Kosten für Bausachverständige in das Gesamtbudget: Die Dienstleistungen eines Sachverständiger sind eine wichtige Investition, die in die Gesamtbudgetierung eines Bauvorhabens eingerechnet werden muss. Die Kosten für die Begutachtung durch einen Sachverständiger können einen erheblichen Teil des Budgets ausmachen, insbesondere wenn es um komplexe oder groß angelegte Projekte geht. Durch die frühzeitige Einplanung dieser Kosten können Bauherren verhindern, dass später im Bauprozess finanzielle Überraschungen auftreten. Der Sachverständiger überprüft die Einhaltung der Baustandards und hilft, langfristige Kosten durch die Früherkennung von Problemen zu vermeiden, was letztendlich zur Wertsteigerung und Sicherheit des Hauses beiträgt.

Vermeidung von unerwarteten Kosten und finanziellen Engpässen durch eine umfassende Kalkulation: Unerwartete Kosten sind bei Bauvorhaben keine Seltenheit und können oft zu erheblichen finanziellen Engpässen führen. Eine umfassende Kalkulation, die regelmäßige Updates und Kontrollen durch den Sachverständiger einschließt, ist entscheidend. Diese regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung des Budgets durch eine professionelle Begutachtung hilft, potenzielle finanzielle Fallen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Präsenz eines erfahrenen Sachverständigen kann hierbei eine Schlüsselrolle spielen, indem er durch seine Expertise hilft, die Kosten genau zu überwachen und die Einhaltung des ursprünglich geplanten Budgets zu gewährleisten.

Vergleich von verschiedenen Honorarmodellen und Angeboten

Die Auswahl eines Bausachverständiger für ein Bauvorhaben erfordert ein fundiertes Verständnis der verschiedenen Honorarmodelle. Diese Modelle unterscheiden sich in ihrer Struktur und Kalkulation und bieten jeweils spezifische Vor-, sowie potenzielle Nachteile.

Unterschiede zwischen Stundenhonorar, Pauschalpreisen und erfolgsabhängiger Vergütung

Stundenhonorar: Es ist besonders geeignet für Projekte, bei denen der Arbeitsumfang schwer im Voraus zu bestimmen ist oder sich während des Projekts ändern könnte.

Pauschalpreise: Hierbei wird ein fester Preis für das gesamte Projekt oder für definierte Teilleistungen vereinbart. Dieses Modell bietet klare Kostenübersichten von Beginn an und ist ideal für Projekte mit gut definierbaren Arbeitsumfängen.

Erfolgsabhängige Vergütung: Obwohl weniger verbreitet, basiert dieses Modell darauf, dass der Bausachverständiger basierend auf dem erzielten Ergebnis oder Erfolg bezahlt wird. Dies könnte beispielsweise die Einsparung von Kosten durch die Identifizierung von Baumängeln umfassen.

Vor- und Nachteile verschiedener Honorarmodelle

Vorteile des Stundenhonorars:

Nachteile:

Vorteile von Pauschalpreisen:

Nachteile:

Vorteile der erfolgsabhängigen Vergütung:

Nachteile:

Auswahl eines kosteneffizienten und qualifizierten Bausachverständigen

Die Definition klarer Projektziele ist entscheidend, um das passende Honorarmodell auswählen zu können. Die Evaluierung der Erfahrung und des Sachverstands eines Bausachverständiger ist ebenfalls zentral, da qualifizierte Fachkräfte effizienter arbeiten und so langfristig Kosten einsparen können. Das Einholen und Vergleichen von Angeboten verschiedener Bausachverständiger ist nicht nur hinsichtlich des Preises wichtig, sondern auch bezüglich der angebotenen Leistungen und der zugrundeliegenden Honorarmodelle.

Das Verhandeln über die Konditionen kann ebenfalls von Vorteil sein, besonders bei umfangreichen Projekten oder einer angestrebten längerfristigen Zusammenarbeit. Erfahrene Bausachverständiger können zudem helfen, potenzielle Baumängel frühzeitig zu identifizieren, was verhindert, dass diese später teure Reparaturen nach sich ziehen.

Verhandlungsmöglichkeiten und Einsparpotenziale bei den Kosten

Die Verhandlung von Honoraren ist ein Schlüssel zur Kostensenkung bei der Inanspruchnahme von Bausachverständigen. Durch das Einholen und Vergleichen von Angeboten und einen offenen Dialog über das Budget können Bauherren maßgeschneiderte Lösungen erhalten, die sowohl kosteneffektiv als auch umfassend sind. Dabei können Zahlungsbedingungen oder Mengenrabatte bei größeren Aufträgen diskutiert werden.

Kosten lassen sich auch durch eine fokussierte Auswahl essentieller Services reduzieren. Nicht jedes Projekt benötigt alle Dienste eines Bausachverständigen. Indem nur wesentliche, wertsteigernde Dienstleistungen ausgewählt werden, vermeidet man unnötige Ausgaben.

Bei der Auswahl der Dienstleistungen sollte neben dem Preis auch der langfristige Nutzen betrachtet werden. Qualitativ hochwertige Begutachtungen können zukünftige Ausgaben minimieren, indem sie frühzeitig Probleme identifizieren. Eine anfänglich höhere Investition in qualitativ bessere Dienste kann langfristig zu erheblichen Einsparungen führen.

Wie kann ich Kosten sparen?

Kostenersparnisse bei der Inanspruchnahme von Bausachverständigen sind durch verschiedene Ansätze möglich:

  1. Vergleich und Auswahl: Durch das Einholen und Vergleichen mehrerer Angebote lässt sich ein Verständnis für den Marktwert der benötigten Dienstleistungen gewinnen. Dies stärkt die Verhandlungsposition und kann helfen, günstigere Preise zu erzielen.

  2. Flexible Dienstleistungspakete: Indem man Dienstleistungspakete verhandelt, die genau auf die Anforderungen des Projekts abgestimmt sind, vermeidet man die Bezahlung für unnötige Services.

  3. Frühzeitige Einbindung: Die frühzeitige Einbindung eines Bausachverständigen kann dazu beitragen, das Projekt von Anfang an auf dem richtigen Weg zu halten und kostspielige Fehler oder Verzögerungen zu vermeiden.

  4. Langfristige Partnerschaften: Bei wiederkehrenden Projekten kann die Entwicklung einer langfristigen Partnerschaft mit einem Bausachverständigen zu bevorzugten Konditionen führen.

Durchschnittliche Kosten für Bausachverständige

Die Honorare eines Bausachverständigen setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, darunter Stundensätze, Spesen und Preise für schriftliche Gutachten. Die Stundensätze können, abhängig von der Qualifikation des Bausachverständigen, bis zu 200 Euro betragen. Hinzu kommen Spesen, die etwa für Anfahrten und administrative Kosten anfallen, sowie ein Preis pro Seite für das Gutachten, der zwischen 40 und 60 Euro liegt.

Die Gesamtkosten für die Dienste eines Bausachverständigen hängen stark vom Umfang der Beauftragung ab. So kann eine umfassende Baubegleitung während des gesamten Hausbaus bis zu zwei Prozent der Bausumme ausmachen. Bei einem Bauvorhaben mit einer angenommenen Bausumme von 300.000 Euro würden sich die Kosten für eine solche Begleitung auf bis zu 6.000 Euro belaufen. Kleinere Aufträge, wie die Überprüfung von Bauplänen, können bis zu 500 Euro kosten.

Für spezifische Dienstleistungen, wie die Erstellung eines schriftlichen Gutachtens im Rahmen eines Hauskaufs, sind Kosten von bis zu 700 Euro möglich. Eine Energieberatung für ein Einfamilienhaus kann, abhängig von der Größe und dem erforderlichen Aufwand, bis zu 1.000 Euro kosten.

Finanzierung von Bausachverständigen durch staatliche Förderungen

Staatliche Förderungen für Bausachverständigenleistungen können in Form von Zuschüssen, Darlehen oder steuerlichen Vorteilen erfolgen. Diese Fördermittel sind oft darauf ausgerichtet, die Einhaltung von Baunormen und Umweltschutzrichtlinien zu fördern, indem sie die Kosten für qualifizierte Fachkräfte teilweise oder vollständig übernehmen. Bauherren sollten sich bei lokalen Baubehörden oder spezialisierten Förderbanken informieren, welche Programme aktuell zur Verfügung stehen.

In vielen Ländern existieren spezielle Förderprogramme, die darauf ausgelegt sind, die finanzielle Last der Qualitätssicherung im Bauwesen zu mindern. Diese Programme variieren je nach Bundesland oder Region und können spezifische Anforderungen an das Bauprojekt oder den Bausachverständigen stellen, wie z.B. Zertifizierungen in Energieeffizienz oder Denkmalschutz. Beispiele für solche Förderungen umfassen Zuschüsse zur energetischen Sanierung, bei denen die Kosten für Bausachverständigen teilweise durch staatliche Mittel gedeckt werden.

Voraussetzungen und Kriterien für den Erhalt staatlicher Fördermittel zur Finanzierung von Bausachverständigen

Die Beantragung und der Erhalt von Fördermitteln sind an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Dazu gehören in der Regel:

  • Die Einhaltung bestimmter technischer und umweltrelevanter Standards.

  • Die Notwendigkeit der Inanspruchnahme eines zertifizierten oder lizensierten Bausachverständigen.

  • Das Vorliegen eines offiziellen Kostenvoranschlags und eines Vertrags mit dem Bausachverständigen.

  • Die Einreichung eines detaillierten Antrags, der das Bauprojekt und den geplanten Einsatz des Bausachverständigen beschreibt.

Fördermittel können oft nur vor Beginn des Projekts beantragt werden, und es ist wichtig, dass Bauherren alle erforderlichen Unterlagen vollständig und fristgerecht einreichen. Die spezifischen Kriterien und Anforderungen können sich zwischen verschiedenen Förderprogrammen unterscheiden, daher ist eine sorgfältige Prüfung und Vorbereitung des Antragsverfahrens entscheidend.

Fazit

Die Kosten für einen Bausachverständigen sind eine variable Größe, die sich aus der Kombination von Qualifikation, erbrachten Leistungen und projektbezogenen Anforderungen ergibt. Es ist essentiell, dass Bauherren und Auftraggeber die Honorare im Vorfeld klären und Verträge präzise gestalten, um finanzielle Überraschungen zu vermeiden.

Staatliche Förderprogramme und effektive Verhandlungsstrategien bieten zusätzliche Möglichkeiten, die finanzielle Belastung zu mindern. Letztendlich ist die sorgfältige Auswahl und Beauftragung eines qualifizierten Bausachverständigen eine Investition, die nicht nur zur Kosteneinsparung beiträgt, sondern auch die Sicherheit und Qualität des Bauvorhabens gewährleistet.

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