Parkplatz auf dem Grundstück bauen – Kosten, Genehmigungen & Materialien

Das neue Haus ist fertiggestellt und dem Einzug steht nichts mehr im Wege. Allerdings sollte das Auto auch einen Stellplatz bekommen und somit scheint klar zu sein, es muss ein Parkplatz am Haus realisiert werden. Damit lässt sich die lästige Parkplatzsuche beim Nachhause kommen vermeiden. Grundsätzlich gibt es für die Realisierung verschiedene Möglichkeiten, welche im folgenden Artikel näher erläutert werden sollen. Dabei geht es neben den rechtlichen Grundlagen auch um die Kosten.

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Kurz & Kompakt: Zusammenfassung

  • Wahl des Stellplatzes beeinflusst Komfort und Kosten: In Bezug auf die Kosten macht es einen deutlichen Unterschied, ob es sich um einen unbefestigten Parkplatz oder um eine Garage bzw. einen Carport handelt. Den höchsten Komfort bietet dabei die Garage dicht gefolgt vom Carport, da diese Optionen weitere Nutzungsmöglichkeiten bieten.

  • Aspekte, welche bei der Planung berücksichtigt werden müssen: Neben den Bauvorschriften wie Mindestabstand, Breite der Zufahrt und Stellplatzanzahl spielen auch das vorhandene Budget und die individuellen Vorstellungen eine wichtige Rolle.

  • Hausbau und Parkplatz gemeinsam realisieren: Dies hilft beim Kosten sparen, denn die Baugenehmigung kann in einem Antrag beantragt werden und Garage bzw. Carport können dem Haustyp angepasst werden. Spätere Änderungen und dergleichen sind sehr kostenintensiv und erfordern auch viel Zeit.

Rechtliche Grundlagen und Genehmigungen

Je nach Bundesland und Art des Stellplatzes unterscheiden sich die rechtlichen Grundlagen und Genehmigungen. Während für einen offenen und unbefestigten Stellplatz oftmals keine Genehmigung erforderlich ist, muss für den Bau einer Garage oder eines Carports eine Baugenehmigung beantragt werden. Bevor Hausbesitzer auf dem eigenen Grundstück mit dem Parkplatz beginnen, sollten sie sich bei der zuständigen Behörde über die spezifischen rechtlichen Grundlagen informieren.

Braucht man eine Baugenehmigung zum Parkplatz bauen auf Grundstück?

Dies hängt von der Größe, der Art und dem Standort ab. In den meisten Fällen muss über einen befestigten oder überdachten Stellplatz wie Garage oder Carport eine Baugenehmigung beantragt oder der Bau bei der Gemeinde angezeigt werden. Da es keine einheitliche Regelung in Deutschland gibt, sollten Hausbesitzer sich im Vorfeld beim zuständigen Bauamt informieren. Weitere Tipps und Hinweise zum Parkplatz planen bietet die Website von A-better-Place.

  • Unterschiede nach Bundesland und Kommune: Die rechtliche Lage gestaltet sich komplex. Da es keine bundesweite einheitliche Regelung gibt, gelten die Regelungen der jeweiligen Landesbauordnung. Zusätzlich können Gemeinde und Kommunen eigene Satzungen erlassen, in denen die Stellplatzpflicht für Grundstücke festgelegt wird.  

  • Stellplatzsatzung: Mit der Stellplatzsatzung soll der öffentliche Raum entlastet werden, indem private Stellplätze vorgeschrieben werden. Diese Satzung wird von der jeweiligen Gemeinde erlassen, welche auch die Regeln festlegt. Die Satzung gibt vor, wie viele Stellplätze bei einem Neubau oder bei einer Gebäudeänderung realisiert werden müssen und wie diese auszusehen haben.

  • Grenzabstände, Nachbarschaftsrecht: In Bezug auf die Grenzabstände gibt es für Deutschland einen groben Richtwert. Dieser besagt, dass zu den Nachbargrundstücken ein Mindestabstand von 2,5 bis 3 Metern eingehalten werden muss, um die Belüftung und die Belichtung zu sichern. Soll der Parkplatz näher als es die gesetzliche Vorgabe vorsieht, an das Nachbarschaftsgrundstück errichtet werden, muss neben der Baugenehmigung ausdrücklich die Zustimmung des Nachbarn erfolgen.

Vorgaben zur Stellplatzgröße

Die Stellplatzgröße ist sowohl von der Landesbauordnung als auch von der Art des Parkens und den örtlichen Gegebenheiten abhängig.

Fahrzeugart Breite Länge
Standard-PKW 2,30 m bis 2,50 m 5,0 m
SUV 2,50 m bis 2,70 m 5,2 m
E-Auto mit Ladestation 2,75 m bis 3,00 m 5,0 m bis 5,2 m
barrierefreier Stellplatz Auto 3,50 m 5,00 m
barrierefreier Stellplatz Kleinbus 3,50 m 7,50 m

Vorschriften für Zufahrten

Neben der Breite und dem Bau gibt es noch weitere Hinweise, die beachtet werden müssen.

  • Breite: Die maximale Breite für eine Standard-Auto-Zufahrt beträgt 3 m. Für größere Fahrzeuge gibt es oftmals höhere Anforderungen, was die Breite angeht.

  • Einfahrten an öffentlichen Straßen: Liegt die Einfahrt zum Parkplatz am Haus an einer öffentlichen Straße, müssen Grundstückseigentümer bei der örtlichen Straßenverkehrsbehörde eine Genehmigung einholen. Grund hierfür ist die Sondernutzung des öffentlichen Verkehrsraums.  

  • Zusätzliche Hinweise: An der Einfahrt zum eigenen Grundstück sollte ein Schild mit der Aufschrift „Einfahrt freihalten“ angebracht werden, auch wenn dies keine rechtliche Bindungskraft hat.

Rechtliche Abstände und bauliche Anforderungen beim Parkplatzbau

Für die Planung eines Parkplatzes müssen Bauherren unbedingt die Vorgaben aus dem Bebauungsplan beachten. So ist eine Mindestbreite in Meter genau festgelegt, damit auch bei höherer Belastung durch Fahrzeuge die Zufahrt sicher bleibt. Da Stellplätze in der Nähe von Gebäuden entstehen, ist der Abstand zum Nachbargrundstück entscheidend – oft mindestens 2,5 bis 3 Meter, abhängig von der lokalen Bebauung. Wer näher bauen möchte, benötigt die Zustimmung der Nachbarn und einen entsprechenden Bauantrag. Auch der Untergrund spielt eine Rolle: Eine stabile Schotterschicht verhindert Setzungen und schützt angrenzende Gebäude. Deshalb sollten Bauherren vor der endgültigen Planung prüfen, welche Abstände die jeweilige Bebauung vorgibt und wie der Bebauungsplan die Ausführung regelt.

Was ist bei der Planung Parkplatz am Haus zu beachten?

Neben den lokalen Stellplatzverordnungen und Bauvorschriften für die Vorgaben zu den Mindestabständen, Abmessungen für den Stellplatz sowie die Notwendigkeit einer Baugenehmigung beachtet werden.

Standortwahl

  • Nähe zum Hauseingang: Der PKW-Stellplatz sollte möglichst nah am Hauseingang geplant werden, da dies die Wege vom und ins Haus verkürzt, was gerade bei Regen und Schnee von Vorteil ist. Des Weiteren sollte an die Barrierefreiheit gedacht werden, damit alle Personengruppen den Parkplatz nutzen können.

  • Gefälle / Wasserablauf beachten: Üblich ist eine Steigung von maximal 15 %. Um die Wasserableitung auf dem Parkplatz sicherzustellen, ist eine Drainage mit Gefälle essenziell wichtig, damit das Wasser nicht auf dem PKW-Stellplatz stehen bleibt.  Des Weiteren muss geklärt werden, was mit dem anfallenden Regenwasser geschehen soll, da viele Gemeinden eine eigene Entwässerungssatzung sowie einen Kanalbenutzungszwang haben. Wenn möglich, sollte eine versickerungsfähige Oberfläche wie Pflastersteine oder Rasengittersteine in Betracht gezogen werden, um sicherzustellen, dass Regenwasser versickern kann.

  • Bestehende Bäume, Leitungen oder Schächte berücksichtigen: Wenn Bäume erhalten bleiben sollen, muss sichergestellt werden, dass der Wurzelbereich geschützt wird und es nicht zu extremen Bodenverdichtungsmaßnahmen kommt. Bereits beim Parkplatz planen muss überprüft werden, ob es unterirdische Leitungen (Wasser-, Abwasser- oder Stromleitungen) gibt, die nicht beschädigt werden dürfen. Des Weiteren dürfen sich im geplanten Bereich für den Parkplatz keine Schächte für Kanäle oder Lüftungen befinden.

Größe und Anzahl der Stellplätze

  • Einfache Stellplätze vs. Doppelstellplätze: Einfache Stellplätze sind die Standardlösung für ein Auto. Die Anordnung kann flexibel auf dem Grundstück geplant werden. Für einen Doppelstellplatz wird die doppelte Fläche eines einzelnen Stellplatzes benötigt, denn die Breite beträgt mindestens 4,60 m, damit die Türen sich problemlos öffnen lassen.

  • Rangierflächen einplanen: Bereits beim Planen muss ausreichend Platz zum Manövrieren des Fahrzeugs eingeplant werden, damit sowohl das Ein- als auch das Ausparken problemlos möglich ist.

  • Weitere wichtige Faktoren: Des Weiteren sollte an ausreichend Platz für Fahrräder, Motorräder oder Anhänger gedacht werden. Für ein Fahrrad wird eine Grundfläche von 1,5 bis 2,5 m² benötigt. Ein Motorrad benötigt bei Schrägaufstellung eine Länge von ca. 1,60 m sowie einen Achsabstand von 1,10 m. Bei einem Anhänger müssen die Länge und die Breite sowie ein entsprechend großer Wendekreis berücksichtigt werden.

Funktionale Anforderungen

  • Beleuchtung: Mit einer guten und stromsparenden Beleuchtung wird nicht nur die Sicherheit bei Dunkelheit erhöht, sondern auch das subjektive Sicherheitsgefühl.

  • Elektrofahrzeuge: Im Rahmen der Planungsphase für den Parkplatz sollte auch an die Installation von Ladesäulen (Wallbox) sowie an ausreichend Platz für das Kabel gedacht werden.

  • Barrierefreiheit: Für die barrierefreie Gestaltung stehen eine Breite von mindestens 3,50 m sowie gut zugängliche Bereiche im Vordergrund.

Welche Bauweisen gibt es und Materialien kommen zum Einsatz?

Für den Parkplatz am Haus kann zwischen unbefestigter Stellplatz mit Kies oder Schotter und befestigten Stellplätzen mit Pflastersteinen oder Asphalt gewählt werden. Welche Parkplatzvariante bzw. welche Bauweise und welche Materialien zum Einsatz kommen hängt von verschiedenen Faktoren wie Ästhetik, Stabilität und den Möglichkeiten der Wasserdurchlässigkeit ab. Für mehr Informationen zu den Bauweisen lohnt sich ein Blick auf die Website von A-better-Place.

Asphaltierte Parkfläche

Der asphaltierte Parkplatz am Haus garantiert einen langlebigen, wetterbeständigen und befahrbaren Untergrund. Das Anlegen eines solchen Parkplatzes stellt jedoch eine bauliche Anlage dar, weshalb eventuell eine Baugenehmigung beim Bauamt beantragt werden muss. Des Weiteren müssen bei der Planung einige Aspekte beachtet werden.

Einsatzbereich stark belastete Auffahrten
Vorteil langlebig und stabil wetterbeständig - kann ganzjährig genutzt werden Komfort - erleichtert das Be- und entladen sowie das Ein- und Aussteigen Wertsteigerung der Immobilie
Nachteil Bodenversiegelung und Überschwemmungsrisiko Hitzeinseln, da die bereiche sich im Sommer stark aufheizen Ästhetik Asphalt kann schnell verwittern und unansehnlich werden
Rechtliche Aspekte genehmigungspflichtig, da bauliche Anlage Vorschriften der Landesbauordnung müssen eingehalten werden Vorgaben der Stellplatzverordnung müssen berücksichtigt werden Nachbarrecht in Bezug auf Lärm und Abgase

Pflastersteine

Dies erfordert eine fachgerechte Vorbereitung des Untergrunds mit Aushub sowie Schotter- und Splitschichten. Des Weiteren müssen Randsteine gesetzt und Steine verfugt werden.

Einsatzbereich Stellplatz für Wohnmobil und Auto
Vorteil lange Haltbarkeit ansprechende Optik Wasserdurchlässigkeit ermöglicht die Versickerung von Regenwasser schmale Fugen sorgen für weniger Unkraut und Moos, was den Pflegeaufwand reduziert Hohe Trittsicherheit, da nach Regenfall die Oberfläche schnell abtrocknet
Nachteil Kostenintensiv durch intensive Vorarbeiten Belastbarkeit nur bedingt Absachen bei falscher Verlegung oder falschem Unterbau zusätzliche Entwässerung bei Starkregen nötig

Schotter / Kiesel

Es handelt sich hierbei um eine kostengünstige und wasserdurchlässige Variante, die einen tragfähigen Unterbau aus mehreren verdichteten Schichten erfordert. Für mehr Stabilität und zur Vermeidung von Pfützen empfiehlt sich die Nutzung von Kiesgitter sowie eine Randbefestigung.

Einsatzbereich Stellplatz für PKW und LKW
Vorteil kostengünstig durch geringen Bauaufwand wasserdurchlässig und stabil durch Verzahlung des Splitts. Dies bietet mehr Stabilität und eine bessere Formbeständigkeit natürliche Optik
Nachteil Unkrautbewuchs Lackschäden am Auto durch hoch spritzende Steine Spurrinnenbildung durch das Befahren mit dem Auto Gehen auf dem Kies gestaltet sich wenig komfortabel
Pflegeaufwand hoher Reinigungsaufwand, da sich zwischen den Steinen Schmutz ansammelt Entfernen von Schnee und Eis gestaltet sich schwierig muss regelmäßig aufgefüllt werden

Rasengittersteine / Ökopflaster

Es handelt sich hier um eine ökologische Alternative zu versiegelten Oberflächen, da Wasser durch die Kammern versickern kann. Dies fördert die Bodenstruktur und erleichtert das Entwässern. Auf Wunsch können die Steine mit Gras bepflanzt oder mit Splitt aufgefüllt werden. Dies ist umweltfreundlich und schafft Lebensräume für Insekten.

Einsatzbereich Privater PKW-Stellplatz Einfahrten
Vorteil umweltfreundlich, da Regenwasser versickern kann Lebensraum für Insekten keine Versiegelung nötig, was Gebühren einspart Sicherheit, da das offenporige Material nach Regenfällen schnell abtrocknet kostengünstig
Nachteil geringere Belastbarkeit Große Fugen sorgen für Unkrautbewuchs und Stolperfallen hoher Wartungsaufwand

Was muss bei Aufbau und Konstruktion von Parkmöglichkeiten beachtet werden?

Um das Auto auf dem Grundstück abstellen zu können, müssen sowohl beim Bau einer Garage als auch für die Variante unbefestigter Stellplatz ein paar wichtige Aspekte in Bezug auf Aufbau und Konstruktion beachtet werden.

Unterbau & Erdarbeiten

  • Untergrundvorbereitung und Erdarbeiten: Als erstes muss eine Grube ausgehoben werden, welche in der Tiefe vom Untergrund und dem geplanten Belag abhängig ist. Damit Regenwasser abfließen kann, muss ein Gefälle von 2 bis 3 % eingeplant werden. Nachdem alle Wurzeln und Steine entfernt sind, ist es ratsam, bei einem sehr lehmigen Boden ein Entkopplungsvlies einzubringen, welches die Wasserversickerung verbessert.

  • Unterbau in Schichten und Verdichtung: Als Frostschutz und zur Verbesserung der Drainage sollte eine ca. 25 cm dicke Schicht aus kantigem Schotter eingebracht werden. Darauf folgt die ca. 20 cm dicke Schicht aus verdichtetem kantigen Schotter oder einer Schotter-Sand-Mischung. Wichtig dabei ist, dass jede Lage mit einer Rüttelplatte gut verdichtet werden muss, um Stabilität zu garantieren. Zum Schluss kommt eine dünnere Schicht aus Sand, Brechsand oder Split als Ausgleichsschicht, die die Basis für den Belag bildet.

Entwässerung

  • Gefälle: Für die Parkfläche ist ein Gefälle von mindestens  2 bis 3 % wichtig, um Regenwasser zu sammeln und sicher abzuleiten.

  • Entwässerungssysteme: Neben der unkontrollierten Entwässerung bei der Wasser gezielt in einen Rasenfläche oder ein Beet neben dem Stellplatz geleitet wird, gibt es Entwässerungsrinnen, die auch größere Mengen an Niederschlagswasser auffangen und ableiten können. Bei einem unversiegelten Stellplatz ist auch eine Versickerung direkt in den Boden möglich. Dies wird oftmals von den Kommunen gefördert.

  • Rechtliche Vorschriften: Bei der Planung der Entwässerung des Parkplatzes müssen die lokalen Entwässerungssatzungen und Bauordnungen beachtet werden, da der Anschluss an die öffentliche Kanalisation vorgeschrieben werden kann.

Randbefestigung

  • Zweck: Bordsteine oder Einfassungen verhindern, dass Kiesel oder Schottersteine auf angrenzende Beete oder eine angrenzende Rasenfläche rollt. Wegen ihrer Robustheit sind Betonrandsteine sehr beliebt.

  • Schutz vor Unkraut: Bei einer unbefestigten Fläche hat sich ein Unkrautvlies unter dem Kies bewährt, um das Wachstum von Unkraut zu reduzieren.

  • Stabilität: Jede Schicht des Unterbaus muss sorgfältig mit einer Rüttelplatte verdichtet werden.

Welche Kosten für den Stellplatz auf dem Grundstück fallen an?

Hierzu kann keine pauschale Aussage getroffen werden, da die Kosten für den Stellplatz stark von den verschiedenen Faktoren wie unbefestigt oder befestigt abhängig sind. Grundstückseigentümer, die sich für den Bau von Garagen und Carports entscheiden, müssen mit einigen tausend Euro an Kosten rechnen. Eventuell fallen zusätzliche Kosten für die Baugenehmigung an.

Durchschnittskosten pro Quadratmeter

Je nach gewählter Bauweise und verwendetem Material können die Kosten pro Quadratmeter stark variieren.

  • Kies: Für einen Parkplatz aus Kiesel muss mit ca. 30 bis 50 Euro pro m² gerechnet werden. Dabei hängen die endgültigen Kosten stark von der Vorbereitung rund um den Untergrund sowie dem benötigten Material und den Arbeitsleistungen ab. Das Material für den Untergrund kostet im Schnitt zwischen 10 bis 25 Euro pro m².

  • Pflaster: Sollte der Parkplatz gepflastert werden, ist mit Kosten von 70 bis 180 Euro pro Quadratmeter zu rechnen. Auch hier sind die Kosten stark abhängig vom Material, dem Aufwand für den Untergrund sowie dem Verlegemuster.

  • Asphalt: Für einen asphaltierten Stellplatz muss mit Kosten von 70 bis 90 Euro pro m² gerechnet werden. Dieser Preis beinhaltet die zweischichtige Asphaltschicht inklusive der Aushubarbeiten und der Tragschicht.

  • Rasengittersteine: Soll der Parkplatz mit Rasengittersteinen versehen werden, liegen die Kosten pro Quadratmeter bei 50 bis 175 Euro. Wobei Betonsteine mit 10 bis 15 Euro deutlich günstiger sind als Kunststoffsteine, die zwischen 40 und 50 Euro kosten.

Nebenkosten

Beim Stellplatz für das Auto ist es nicht nur mit den Materialkosten getan. Es fallen weitere Kosten an, an die viele Grundstückseigentümer im ersten Moment nicht denken.

  • Erdarbeiten & Unterbau: Dazu gehören das Freimachen des Geländes, der Aushub sowie der komplette Unterbau für den Stellplatz bzw. für die Garagen und Carports.

  • Baugenehmigung: Da ein PKW-Stellplatz genehmigungspflichtig ist, fallen neben den Gebühren für die Baugenehmigung fallen zum Beispiel auch die Honorarkosten für den Architekten bzw. Planer als bauvorlageberechtigte Person an, welche den Bauantrag einreichen muss.

  • Elektroinstallationen: Sowohl für die Beleuchtung als auch für die Ladestationen (Wallbox) sind zusätzliche Elektroinstallationen nötig.

  • Pflege & Wartung: Dazu zählen die Betriebskosten für die allgemeine Pflege sowie die Stromkosten und eventuelle anfallende Winterdienstkosten.

Kosten sparen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, beim Parkplatz-Bau Geld zu sparen. Neben den günstigen Materialien kann die Wahl einer unversiegelten Oberfläche zur Kostenersparnis beitragen. Weitere Möglichkeiten der Kostenersparnis haben wie separat aufgelistet:

  • Eigenleistung: Der Parkplatz kann, inklusive dem Ausheben, Verdichten und Pflastern, in Eigenregie gebaut werden. Dabei sollte jedoch sichergestellt werden, dass die notwendige Ausrüstung wie zum Beispiel eine Rüttelplatte zur Verfügung steht.

  • Angebotsvergleich: Vor einer endgültigen Entscheidung sollten alle Möglichkeiten rund um den Parkplatz überprüft werden. Im Anschluss daran sollten verschiedene Angebote eingeholt und miteinander verglichen werden.

  • Fördermöglichkeiten für E-Ladestationen: Es gibt verschiedene Programme von den einzelnen Bundesländern und Kommunen, die Zuschüsse für E-Ladestationen bzw. für die Errichtung einer Ladeinfrastruktur gewähren. Je nach Region gibt es auch Zuschüsse von den Stadtwerken oder anderen Anbietern, die Wallboxen und die dazugehörige Infrastruktur für das Eigenheim bezuschussen.

Wie lassen sich typische Fehler beim Parkplatzbau vermeiden?

Die Liste der typischen Fehler beim Bau eines Parkplatzes ist lang. Die Gründe hierfür sind eine falsche Planung, falsche Materialien oder ungeeignete Bauweisen sowie das nicht beachten von gesetzlichen Bestimmungen.

  • Falsche Dimensionierung:  Die Parkplätze sind für heutige Fahrzeuge zu schmal, sodass das Ein- und Aussteigen beschwerlich ist und es zu Beschädigungen am Fahrzeug kommen kann. Vielfach werden beim Planen keine Platzreserven berücksichtigt, was zum Problem wird, wenn sich im Laufe der Jahre die Fahrzeuggröße ändert.

  • Vernachlässigter Unterbau: Dies führt zu Setzungen, was sich nachteilig auf die Stabilität auswirkt.

  • Keine ausreichende Entwässerung: Dies ist oftmals der Grund für die Pfützenbildung. Das Wasser auf dem Stellplatz kann sich stauen, was wiederum zu Rostschäden am Fahrzeug sowie zu Frostschäden oder zur Schimmelbildung in Garage oder Carport führen kann.

  • Nichtbeachtung lokaler Vorschriften: Werden diese nicht beachtet, kann dies zu Bußgeldern und im schlimmsten Fall zum kompletten Rückbau des Parkplatzes führen.

Fazit

Der Parkplatz am Haus bietet jede Menge Komfort, denn Parkplatzmangel in der Umgebung spielt dann keine Rolle mehr, man hat immer einen festen Stellplatz um sein Parken vor dem Haus gibt, müssen Bauherren schon während der Hausbauphase den eigenen Parkplatz mit einplanen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Stellplatz auf dem Grundstück oder parallel zur Straße handelt. Wichtig ist nur, dass die Vorgaben aus dem Bebauungsplan eingehalten werden.  

Für den Bau eines Parkplatzes stehen Grundstückseigentümer zig Möglichkeiten zur Wahl. Sie können den Stellplatz im Vorgarten realisieren oder sich für den Bau einer Garage bzw. Carport (Stellplatz mit Überdachung) entscheiden. Damit der Parkplatz langfristig stabil bleibt, sollten Bauherren bei der Planung nicht nur die rechtlichen Vorgaben beachten, sondern auch auf eine tragfähige Schotterschicht achten, die den Untergrund zuverlässig gegen jede Belastung absichert.

FAQs – Häufige Fragen zum Parkplatzbau auf dem Grundstück

Dies ist von den verschiedenen Regelungen der Bundesländern oder Kommunen abhängig. Entscheidend dabei ist, ob es sich um einen überdachten Parkplatz (Garage, Carport) oder um einen offenen Parkplatz handelt. In den meisten Fällen ist die offene Variante genehmigungsfrei.

Der Autostellplatz sollte mindestens 2,50 m breit und 5,0 m lang sein. Deutlich besser ist eine Mindestbreite von 3,50 m, da sich im Laufe der Jahre die Fahrzeuggröße ändern kann.

Die Preise können stark variieren und reichen von 0 Euro für einen Platz im Vorgarten bis zu einigen tausend Euro für eine Garage oder einen Carport.

Die Antwort hierauf lautet JA, denn die Entwässerung wird in den meisten Fällen von den lokalen Bauordnungen und dem Wasserrecht vorgeschrieben.

Sofern die lokalen Bauvorschriften eingehalten werden, steht dem Parkplatzbau in Eigenregie nichts im Wege.

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