Baubeschreibung
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Tobias Beuler
- Übersicht Ratgeber
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Grundsätzlich spielt es keine Rolle, mit wem angehende Bauherren sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen möchten. Wichtig ist nur, dass alle Arbeiten rund um das Bauvorhaben unmissverständlich festgelegt werden. Generell bietet eine Baubeschreibung sowohl der Baufamilie als auch dem Bauunternehmen eine finanzielle und rechtliche Sicherheit. Laien fragen sich an dieser Stelle, was muss tatsächlich in der Baubeschreibung stehen und wer überprüft die Inhalte auf Vollständigkeit und Richtigkeit? Mit dem folgenden Artikel möchten wir die verschiedenen Fragen rund um das Thema beantworten.
Kurz & Kompakt: Zusammenfassung
Verantwortliche, die die Baubeschreibung erstellen: Die Erstellung kann sowohl von den Bauunternehmen als auch von einem Architekten erstellt werden. Des Weiteren können Bauherren anhand von Musterbeschreibungen die Erstellung in Eigenleistung vornehmen. Bauunternehmen halten Musterbeschreibungen und ergänzende Informationen dazu bereit.
Verbindlichkeit einer Baubeschreibung: Die Inhalte sind gesetzlich geregelt und können im Bürgerlichen Gesetzbuch nachgelesen werden. Des Weiteren muss die Baubeschreibung dem Bauherren zeitnah in Schriftform vorgelegt werden, sodass er die Möglichkeit hat, weitere Angebote zu vergleichen.
Die Kosten einer Baubeschreibung:Diese können zwar nicht pauschal beziffert werden. Jedoch können Bauherren von ca. 0,5 % der Gesamtbaukosten ausgehen.
Inhalte einer Baubeschreibung
Um zu verstehen, warum eine Baubeschreibung so wichtig ist, muss klar sein, was darin alles festgehalten werden muss, um später bei Problemen eine rechtliche Grundlage rund um den Hausbau zur Hand zu haben. Generell gilt, eine detaillierte Baubeschreibung sichert Bauwillige gegen Unwägbarkeiten rechtlicher und finanzieller Art ab.
Aufbau und Struktur einer Baubeschreibung
Grobstruktur: Neben den Angaben zum Bauherr und Baugrundstück muss das Bauvorhaben in groben Zügen beschrieben werden. Dazu zählen der Haustyp, die Bauweise, die Ausbaustufe sowie der Umfang der angebotenen Leistungen. Ebenso wichtig sind die Art, der Zweck, der Umfang und die Funktion des Bauvorhabens.
Detaillierte Beschreibung der Bauabschnitte: Vom Keller bis zum Dach muss der gesamte Bauprozess inklusive Materialien, Terminen und dergleichen detailliert beschrieben werden. Dies bedeutet, dass neben dem Grundriss und den Schnitten auch Pläne mit den Raum- und Flächenangaben erforderlich sind. Dabei muss in der Baubeschreibung die Raumaufteilung bis ins letzte Detail beschrieben werden. Im Zuge der Bauweise ist die Beschreibung der Baukonstruktion der verschiedenen Gewerke des Bauprojekts erforderlich. Bei der Dachkonstruktion kommt es nicht nur auf die Dachform, sondern auch auf die verwendeten Materialien an. Des Weiteren müssen sich die funktionalen Bereiche anhand der Grundrisse klar und deutlich erkennen lassen. Dies erklärt, warum der Inhalt einer Baubeschreibung möglichst genau und detailliert schriftlich fixiert werden muss.
Angabe von Materialien und Ausführungen: Hierbei geht es um die Qualität der verwendeten Baumaterialien und woher sie bezogen werden. Dieser Punkt ist wichtig, dass es ansonsten für einen Laien kaum möglich ist, die Baumaterialien zu vergleichen. Grund hierfür sind die unterschiedlichen Bezeichnungen. Diese Informationen sind aber nicht nur für die Baumaterialien von Bedeutung, sondern auch für die verbaute Ausstattung im Haus. Dazu zählen Fliesen ebenso wie die Sanitäranlagen, da Bauherren möglicherweise bei gleichen Leistungen Geld sparen können.
Baubeschreibung der Bauleistungen
Erdarbeiten und Gründung: Bauherren können auf den ersten Blick mit den Informationen rund um die Erdarbeiten und das Fundament nicht viel anfangen. Dennoch spielt die Tiefe und die Art der Fundamente eine wichtige Rolle, sollte es später zu Folgeschäden am Haus kommen. Rund um die Erdarbeiten sind Informationen zu vorhandenen Pflanzen bzw. deren Entfernung sowie das Entsorgen des Bauschutts von Bedeutung.
Rohbau: Hierbei geht es in erster Linie um die Bauweise. Handelt es sich um ein Fertighaus oder um ein Massivhaus bzw. welche Dachform ist gewünscht. Des Weiteren muss für den Rohbau die lichte Höhe der Räume ebenso vorgegeben werden wie die Kniestockhöhe im Dachgeschoss. Zu den weiteren Informationen zählen die Bauweise der Decken sowie die Bauweisen von Treppen innerhalb des Hauses.
Ausbau: Hier spielt der Innenausbau eine ebenso wichtige Rolle wie die Ausstattung. Im Zuge der Isolierung und Dämmung spielen die Arten und Stärken der Dämmmaterialien eine ebenso wichtige Rolle wie die benötigten Materialien für die Isolierung. Wichtig dabei ist, dass jede Leistung bis ins Detail erläutert wird. Für den Einbau von Fenstern und Türen spielt neben den verwendeten Materialien auch die Energieeffizienz eine wichtige Rolle. In der Baubeschreibung muss zusätzlich erwähnt werden, ob es sich um ein Haus mit Barrierefreiheit handelt.
Technische Ausstattung und Energiekonzepte
Heizung, Lüftung und Sanitär: In der Baubeschreibung müssen hierzu nicht nur die Sanitäreinrichtungen, sondern auch die Bodenbeläge sowie die Wandverkleidungen exakt beschrieben werden. Ebenso wichtig ist eine detaillierte Auflistung der verwendeten Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen.
Elektrische Anlagen und Smart-Home-Technologie: Im Zuge der Elektroinstallationen sowie der Smart-Home-Technologie ist auf die Verteilung der verschiedenen Stromkreise zu achten. Des Weiteren müssen sowohl die Anzahl als auch die Platzierungen von Steckdosen und Schaltern exakt beschrieben werden. Aus der Baubeschreibung muss die Integration von Smart-Home-Lösungen genau hervorgehen.
Wärmedämmung und Energieeffizienzstandards: Neben der Wärmedämmung spielen auch die Energieeffizienzstandards eine wichtige Rolle. Anhand der Baubeschreibung muss erkennbar sein, ob es sich um ein Passivhaus oder dergleichen handelt. Dies bedeutet, dass die Anforderungen und Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) einen wichtigen Part in der Baubeschreibung einnehmen.
Warum ist eine detaillierte Baubeschreibung wichtig?
Nicht nur für Bauunternehmen, sondern gerade für Bauherren ist die Baubeschreibung beim Bau eines neuen Gebäudes sehr wichtig. Aus diesem Grund haben wir uns angeschaut, welchen Vorteil der künftige Bauherr durch eine Baubeschreibung hat und welche Risiken durch eine unzureichende Baubeschreibung vermieden werden können.
Bedeutung für den Bauherrn
Sämtliche Leistungen, die das Bauunternehmen gegenüber dem Bauherrn erbringen muss, werden in der Baubeschreibung aufgeführt. Dies sorgt für Klarheit und Transparenz bei den Bauleistungen und denen sich daraus ergebenden Kosten. Somit wird auch klar, warum die Baubeschreibung in der Regel als Nachweis für den Baukredit und für das Baugenehmigungsverfahren bei der Behörde wichtig ist.
Anhand der Baubeschreibung kann der Bauherr die Leistungen von verschiedenen Anbietern vergleichen. Während des Bauprozesses ist es für den Bauherren einfacher zu überprüfen, ob Vereinbarungen auch wirklich durchgeführt wurden.
Mithilfe der Baubeschreibung können Bauherren die Ausführungen kontrollieren und sich somit gegen unvorhersehbare Kosten oder Nacharbeiten absichern.
Risiken unzureichender Baubeschreibungen
In einer ordnungsgemäß erstellten Baubeschreibung sollten sowohl für den üblichen Bau als auch für den Umbau eines Hauses klare und nachvollziehbare Formulierungen zu den Leistungen verwendet werden. Ansonsten kann es leicht zu Missverständnissen zwischen den Baubeteiligten kommen. In der Folge kann es zu unvorhergesehenen Zusatzkosten kommen, die wiederum die Finanzierung in Gefahr bringen. Dies bedeutet, jede Unklarheit bzw. falsche Formulierung bei den Leistungen kann für den Bauherren zum Risiko werden und im schlimmsten Fall auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Gerade beim Begriff „bauseits“ sollten Bauherren vorsichtig sein. Laien verstehen oft genau das Gegenteil von dem, was gemeint ist. Bauherren müssen sich bewusst machen, dass mit der Bezeichnung „bauseits“ Aufgaben und Arbeiten gemeint sind, die selbst veranlasst, übernommen oder zusätzlich bezahlt werden müssen.
Auch bei der Anmerkung „Abweichungen von der Baubeschreibung aus wirtschaftlichen, technischen oder architektonischen Gründen“ sollten Bauherren hellhörig werden. Mit einem solchen Satz wird die komplette Baubeschreibung als ad absurdum dargestellt und ist im streng juristischen Sinne aussagelos. Bauunternehmen bekommen dadurch komplett freie Hand bei der Ausführung und können alle Arbeiten nach eigenem Ermessen erledigen.
Erstellung einer Baubeschreibung
Bauherren fragen sich mit Sicherheit, wer die Baubeschreibung erstellt und welche Schritte eingehalten werden müssen. Wir haben dazu recherchiert.
Wer erstellt die Baubeschreibung?
Üblicherweise wird die Baubeschreibung vom jeweiligen Bauunternehmen erstellt. Grundsätzlich sind Bauträger oder General-Bauunternehmen gesetzlich verpflichtet dem Bauherrn eine ordnungsgemäße Baubeschreibung zu erstellen. Nachlesen lässt sich dies in in den Paragrafen 650a bis 650v bei unterschiedlichen Bauvorhaben wie etwa beim üblichen Bau oder Umbau im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).
Sehr oft sind auch Architekten und Ingenieure an der Erstellung der Baubeschreibung beteiligt. Dies ist insbesondere beim Architektenhaus der Fall. Nur so kann sichergestellt werden, dass auf alle technischen Details geachtet wurde und dass diese später im Bauprozess auch korrekt ausgeführt werden.
Schritte zur Erstellung einer Baubeschreibung
Für den reibungslosen Ablauf eines Bauprojekts ist eine ordentlich erstellte Baubeschreibung essenziell. Dabei ist es wichtig, dass sämtliche gesetzliche Regelungen zur Baubeschreibung beachtet werden.
Der erste Schritt zur Erstellung einer Baubeschreibung ist die detaillierte Planung des Bauvorhabens. Dazu zählen alle Aspekte wie Materialien, Arbeitsschritte und Termine zur Fertigstellung. Nur so lassen sich spätere Probleme vermeiden. Nicht unwichtig ist auch die Kommunikation mit Handwerkern und dem zuständigen Architekten, da diese Experten Hinweise rund um den Bau geben können und somit eine Hilfe für die detaillierte Erstellung der Baubeschreibung sind.
Bei der Erstellung muss zwingend darauf geachtet werden, dass alle Formulierungen klar und präzise sind. Nur so ist es Bauherren möglich, die einzelnen Bestandteile des Bauprojektes zu verstehen und wenn nötig auch Angebote besser miteinander vergleichen zu können. Dabei ist es wichtig, dass so weit wie möglich auf Fachbegriffe verzichtet wird, denn dies kann zu Unsicherheiten beim Bauherrn führen.
Grundsätzlich muss die Baubeschreibung logisch aufgebaut sein. Dies bedeutet, dass die Reihenfolge der Leistungen sich am Bauablauf orientiert. So bekommen alle Beteiligten jederzeit einen klaren Überblick über das Bauvorhaben und können die einzelnen Schritte nachvollziehen.
Ergänzt wird die Baubeschreibung durch verschiedene Anlagen. Dazu gehören neben den Plänen auch die Zeichnungen sowie Muster von Materialien, die die Baubeschreibung visuell verdeutlichen.
Baubeschreibung als Grundlage für Bauantrag und Immobilienkauf
Die Bauleistungsbeschreibung ist ein essenzielles Dokument, das nicht nur für die Baugenehmigung, sondern auch für den Bauantrag benötigt wird. Ob Einfamilienhaus, Fertighaus oder Mehrfamilienhaus – eine detaillierte Leistungsbeschreibung hilft, Missverständnisse mit Baufirmen zu vermeiden und stellt eine rechtssichere Basis für den Verbraucherbauvertrags dar.
Für Käufer einer Immobilie ist die Baubeschreibung entscheidend, um den Preis richtig einzuschätzen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Angaben sorgfältig zu prüfen, da sie die Qualität der Gebäude und mögliche Zusatzkosten beeinflussen. Wer eine transparente und vollständige Bauleistungsbeschreibung vorlegt, erleichtert nicht nur den Genehmigungsprozess, sondern stärkt auch das Vertrauen der Käufer in die geplante Immobilie.
Checkliste für eine vollständige Baubeschreibung
Bevor die Baubeschreibung an den Bauherren übergeben wird, muss geprüft werden, ob alle Bauabschnitte sowie alle Leistungen detailliert beschrieben wurden. Dazu zählen auch das Überprüfen der technischen Spezifikationen sowie die verwendeten Materialien. Für den Bauherrn ist es somit nicht nur leichter, die Arbeiten zu kontrollieren, sondern auch mögliche Fehler frühzeitig zu erkennen und Nacharbeiten zu veranlassen.
An dieser Stelle möchten wir nochmals erwähnen, dass sämtliche Formulierungen und Aussagen einfach gehalten werden müssen, um rein sprachlich von Laien verstanden zu werden.
Baubeschreibung und Baukosten
Die Baubeschreibung hat Einfluss auf einzelne Bestandteile des Bauprojektes und somit auch auf die Kosten. Wir haben dazu recherchiert und möchten deutlich machen, wie wichtig die detaillierte Baubeschreibung für die Kostentransparenz des gesamten Vorhabens ist.
Wie beeinflusst die Baubeschreibung die Baukosten?
Wenn die Kosten für den Bau oder Umbau eines Hauses möglichst exakt kalkuliert werden sollen, spielt die detaillierte Baubeschreibung eine wichtige Rolle, denn nur so lassen sich die verschiedenen Bauunternehmen vergleichen. Die Leistungen können so genau beurteilt werden, um so auch Mehrkosten frühzeitig zu erkennen. Dies verdeutlicht, wie wichtig eine detaillierte Baubeschreibung für die Kostenkalkulation ist.
Selbstverständlich haben auch die Wahl der Baumaterialien sowie die Qualität der Ausführung einen Einfluss auf die Kosten. Aus diesem Grund sollten sowohl die verwendeten Baumaterialien als auch die Ausführungsqualität in der Baubeschreibung detailliert dargestellt werden. Dies gibt Bauherren auch die Möglichkeit, bei unklaren und offenen Punkten einen Kalkulationsspielraum einzuplanen und dies bei der Finanzierung zu berücksichtigen.
Kostentransparenz durch eine detaillierte Baubeschreibung
Durch eine detaillierte Baubeschreibung lassen sich unerwartete Mehrkosten durch Nacharbeiten und Ausbesserungen vermeiden. Des Weiteren können Bauherren verschiedene Angebote in Bezug auf den Leistungsumfang besser miteinander vergleichen. Dies wiederum gibt ihnen die Möglichkeit, durch Anpassungen beim Leistungsumfang die Kosten zu optimieren und am Ende Geld zu sparen.
Typische Kostenfallen und wie man sie vermeidet
Vielfach kommt es durch ungenaue Formulierungen zu versteckten Kosten, was nicht selten später zum Streit darüber zwischen Bauherr und Bauunternehmen führt. Unter anderem werden notwendige Zusatzleistungen nur unzureichend erwähnt bzw. erläutert, sodass Bauherren nicht genau wissen, was an Zusatzkosten auf sie zukommt. Hier ist im Besonderen der Begriff „bauseits“ gemeint und sollte von Bauherren immer hinterfragt werden, damit sie genau wissen, welche Aufgaben sie selbst veranlassen müssen und wo es dadurch zu Zusatzkosten kommt. Dies gilt im Übrigen auch für fehlende Informationen zu Preisen für Sonderwünsche oder sonstige Optionen rund um das Bauvorhaben. Fehlen diese Angaben in der Baubeschreibung kann dies negative Auswirkungen auf die Baukosten und somit auch auf die Finanzierung haben.
Baubeschreibung kaufen oder selbst erstellen?
Die Kosten rund um den Hausbau sind für private Bauherren Um Kosten zu sparen, fragen viele Bauherren sich bestimmt, ob sie die Baubeschreibung nicht selbst erstellen können. Wir haben zu den möglichen Risiken recherchiert und können Bauherren nur raten sich die Baubeschreibung professionell erstellen zu lassen.
Vorteile einer professionell erstellten Baubeschreibung
Wird die Baubeschreibung professionell von einem Architekten oder dem Bauträger erstellt, hat dies für den Bauherren eine Reihe von Vorteilen.
- Detaillierter Überblick über alle Kostenpunkte sowie den Leistungen, die das Bauunternehmen erbringt.
- Rund um den Hausbau lässt sich der Baufortschritt von Anfang an nachvollziehen, sodass Bauherren auch einzelne Schritte kontrollieren können.
- Exakter zeitlicher Überblick über den kompletten Bauablauf.
- Baubeschreibung gilt als Nachweis bei Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüchen, welche gegen das Bauunternehmen durchgesetzt werden müssen.
- Vermeidung von Planungsfehlern.
Möglichkeiten und Risiken bei einer eigenständigen Erstellung
Bauherren fehlen in der Regel fundierte Fachkenntnisse zu den verschiedenen Gewerken. Dadurch besteht die Gefahr, dass es zu Lücken in der Baubeschreibung oder gar Missverständnissen zwischen den Baubeteiligten kommt.
Der Verband privater Bauherren erklärt, dass Bauherren, die die Baubeschreibung in Eigenleistung erstellen möchten, sich auf jeden Fall an den Checklisten rund ums Eigenheim orientieren sollen. Im Internet gibt es die Baubeschreibung Checkliste zum Download.
Kosten für die Erstellung einer Baubeschreibung
Für das Erstellen einer Baubeschreibung können die Kosten stark variieren. Es kommt immer darauf an, wie detailliert diese sein soll und vor allen Dingen wer sie erstellt. Neben der Baubeschreibung, die von den Bauunternehmen zur Verfügung gestellt wird, können Bauherren diese auch gratis, teils kostenpflichtig anfordern.
Baubeschreibung prüfen und verstehen
Grundsätzlich können wir allen Bauherren nur raten, prüfen Sie die Baubeschreibung unbedingt, um den Umfang der Bauarbeiten zu verstehen. Allerdings gibt es. Auch ein paar Punkte, die zwingend beachtet werden müssen.
Worauf sollte man bei der Prüfung achten?
Darauf ist zu achten, wenn Bauherren sich die Baubeschreibung des Bauunternehmens anschauen. Es müssen folgende Punkte klar geregelt sein:
Die Leistungsbeschreibung muss vollständig sein. Dabei ist es wichtig, dass sie auch klar formuliert ist.
Die angegebenen Materialien und die Ausführungen der Arbeiten sollten mit den eigenen Erwartungen übereinstimmen.
Unklarheiten sollten sofort angesprochen werden, damit es hier nicht zu Missverständnissen kommt.
Typische Fehler und Unklarheiten in Baubeschreibungen
Bei den Baubeschreibungen kommt es immer wieder zu typischen Fehlern, welche aus Unklarheiten resultieren. Schließlich handelt es sich bei der Baubeschreibung um eine Art Vertrag mit klarem Inhalt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Bauherren sich die Materialbeschreibung genau anschauen und bei Unklarheiten sofort mit dem Verantwortlichen darüber sprechen. Sollten Angaben zu wichtigen Ausführungsdetails fehlerhaft sein oder gar komplett fehlen, dann sollte das Bauunternehmen oder der Architekt darauf angesprochen werden. Gleiches gilt auch für unklare Formulierungen, wenn es um Sonderwünsche des Bauherren geht.
Wann sollte man rechtlichen Rat einholen?
Laien sollten sich jeden Fall den Rat eines Experten einholen, bevor sie den Bauvertrag unterzeichnen. Dies gilt im Besonderen bei allen Unklarheiten oder gar bei widersprüchlichen Angaben rund um die Leistungen. Selbstverständlich gilt dies auch bei Verdacht auf Täuschung oder gar Missbrauch rund um den Vertrag bzw. wenn die Abnahme unnötig lange hinausgezögert wird.
Rechtliche Aspekte der Baubeschreibung
Rund um die Baubeschreibung sind einige rechtliche Aspekte zu beachten.
Baubeschreibung als Vertragsbestandteil
Im Bauvertrag spielt die Baubeschreibung eine zentral wichtige Rolle, da sie wesentlicher Bestandteil des Vertrags ist und somit alle Details, welche zur Durchführung des Bauvorhabens relevant sind, regelt. Es werden dabei allerdings nicht nur die zu erbringenden Leistungen geregelt, sondern auch die verwendeten Baumaterialien sowie der Ausführungsstandard. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) legt die Mindestanforderungen, welche an die Baubeschreibung gestellt werden, fest, um Bauherren abzusichern und bei der späteren Durchsetzung etwaiger Belange zu unterstützen. Alle Angaben müssen laut Gesetz rechtssicher sein, damit Bauherren bei Abweichungen vom Vertrag nicht unter den Konsequenzen leiden.
Gewährleistungsansprüche und Mängelrechte
Bei einer mangelhaften Ausführung haben Bauherren unterschiedliche Rechte wie zum Beispiel Nachbesserung oder Schadensersatz. Aus diesem Grund spielt die Baubeschreibung bei der Mängelfeststellung eine entscheidende Rolle, was wiederum erklärt, dass diese so detailliert wie möglich erstellt werden muss. Mithilfe des Bauvertrags können die verschiedenen Gewährleistungsansprüche so auch vor Gericht durchgesetzt werden.
Schlichtung und Streitbeilegung
Die Baubeschreibung gibt Bauherren auch die Möglichkeit, sich bei Mängeln außergerichtlich zu einigen, indem Gutachter oder Schiedsstellen eingeschaltet werden. Allerdings bleibt der Rechtsweg immer noch die letzte Option, wenn es nicht zu einer Einigung zwischen Bauherren und Bauunternehmen kommt.
Fazit
Laut Bauherren Schutzbund e.V. haben Bauherren bei einer korrekt und detaillierten Erstellung der Baubeschreibung sehr gute Chancen, wenn es um Unstimmigkeiten geht. Bei der Baubeschreibung handelt es sich laut Gesetz um sogenannte Einreich-Unterlagen, welche vom Architekt oder dem Bauunternehmen erstellt und mit weiteren Unterlagen bei der Baubehörde eingereicht werden. Im Anschluss daran wird die Baugenehmigung erteilt.
Gleichzeitig dient die Baubeschreibung auch als Basis für alle Ausschreibungen rund um das Bauprojekt. Handwerker und Unternehmen können jederzeit Einblick nehmen und wissen so exakt, welche Arbeiten sie anbieten können und wie diese ausgeführt werden müssen.
FAQ zur Baubeschreibung
Es handelt sich dabei um einen wesentlichen Bestandteil der Planungs- und Bauphase eines Bauvorhabens. Es werden darin detailliert alle Aspekte rund um das Bauvorhaben, wie zum Beispiel verwendete Baumaterialien, Zeitaufwand und Ausführungsstandard, geregelt.
Wichtig sind zum einen Informationen rund um das Grundstück und seine Beschaffenheit sowie die Art und Weise des Bauvorhabens. Gleichzeitig müssen Informationen zu Baumaterialien, Techniken, dem Innenausbau und der Energieeffizienz enthalten sein. Hierzu gelten die Vorgaben rund um die Energieeinsparverordnung, den Schallschutz sowie sonstige baurechtliche Vorgaben.
Im Internet können Musterbeschreibungen und ergänzende Informationen teils kostenfrei heruntergeladen werden. Des Weiteren bieten eine Reihe von Bauunternehmen Musterbeschreibungen sowie entsprechende Checklisten an.
Die Kosten können nicht pauschal beziffert werden, da sie von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel den gewünschten Details abhängig sind.
